Arbeit, Würde, BGE

Posted on 8 Januar , 2013

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Arbeit ist so eine Sache. Das Grundgesetz sagt in seinem wichtigsten Artikel „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Daraus sollte folgen, dass Nichts die Würde von Menschen verletzen darf.

Da steht nichts von „Die Würde der Arbeitenden“ oder „Die Würde der Ausgebildeten“, „die Würde der Sauberen“, die Würde aller Deutschen, oder so etwas.

Wenn also Menschen unwürdig behandelt werden – z.B. durch „auszahlende“ Ämter – dann muss da korrigiert werden.

Oder wenn jemand in seiner Würde verletzt wird, weil er nicht arbeitet – dann muss diese Verletzung abgestellt werden und so weiter.

Man könnte das Grundgesetz ändern? Nein, das geht nicht, der Artikel 1 unterliegt der Ewigkeitsklausel. Und das ist gut so!

Also: Bei uns spielt die Arbeit eine große Rolle. Das ist ok. Aber sie darf nicht dazu benutzt werden, Menschen in ihrer Würde zu beeinträchtigen. Das geschieht täglich. Aus meiner Sicht folgt daraus: Diese Umstände sind abzustellen. Ich habe aus diesem Grunde viel Sympathie mit dem BGE.

„Arbeit“ darf nicht herhalten dürfen für die Einschränkung von Grundrechten.

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Posted in: Gesellschaft