Kritik an der Campact-Aktion „Keine BILD in meinen Briefkasten!“

Posted on 13 April , 2012

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Die BILD soll zu Ihrem 60. Jubiläum am 23. Juni 2012 kostenlos an jeden deutschen Haushalt versandt werden. Die Aktionsplattform Campact hat dazu ein Formular eingerichtet, mit dem jeder die BILD auffordern kann keine BILD zugesandt zu bekommen. Es gibt also Gründe, dieses Blatt nicht zu lesen, und sogar dagegen zu protestieren. Na klar! Die sehe ich genauso!

Wenn es Gründe gibt, die Bildzeitung für mies zu halten,  dann folgert für mich daraus: Diesen Falschspielern und Lügnern gebe ich doch nicht noch meinen Namen und mache ihn damit meiner Adresse noch zuordbar. Gut, Campact hat vorgesorgt, mit einem Satz, dass das Pressehaus die Daten ausschließlich nutzen darf, um die Person vom Versand am 23.6. auszuschließen.

Kritik:

  • Bild hat die Daten nicht angefordert – bekommt sie aber.
  • Datenbanken – selbst von Datenfachleuten, wie Sony, Telkom und Infratest Dimap wurden schon gehackt, oder zeigten gar von Hause aus schon große Lecks.
  • Aber schließlich: Wenn ich Bild nicht über den Weg traue, wenn ich schlimm finde, wie sie mit Menschen umgehen und wenn ich davon ausgehe, das Bild manipuliert und sogar lügt. – Ja Wenn: Wie komme ich dann darauf, dass das Haus meinen freiwillig übermittelten Namen auf einmal ganz anders behandelt, als die Nachrichten und Menschen, die in der BILD stattfinden?

Leute, Campact ist nix Schlechtes – aber bei dieser Aktion: Finger weg.

Alternativen:

Straßenproteste gegen die BILDaktion, das schlug gestern der Twitterer muehlenwind schon vor: Gemeinsames Verbrennen oder schreddern der erhaltenen Exemplare bunt und laut und überall – mit Musik, Reden, Lustigem und Provokantem. Ach wäre das schön, wenn ausgerechnet BILD den Startpunkt für deutschen Straßenprotest legen würde….

Ein Traum halt.

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