Hausdurchsuchung wegen einer Banane

Posted on 12 April , 2010

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14.4. Update zur Reaktion vom „TÄGLICHEN ANZEIGER HOLZMINDEN“ am Ende dieses Artikels

Am Montag, 12.4. gegen 12:30 Uhr fand in Eschershausen, in der Nähe von Holzminden eine Hausdurchsuchung statt. Die Durchsuchung bei Tischlermeister Michael Pramann diente dem Auffinden „einer Deutschlandfahne mit der Abbildung einer Banane“, heißt es wörtlich im Durchsuchungsbeschluss.

Diese Durchsuchung fand heute via Twitter einen breiten Widerhall in der Internetgemeinde. Ich möchte an dieser Stelle die von Michael Pramann zur Verfügung gestellten Dokumente zu der Durchsuchung veröffentlichen. Weiter unten gehe ich noch etwas näher auf die vermuteten – aber möglichen – Zusammenhänge ein.

Das Corpus Delicti, der Durchsuchungsbeschluss und das Protokoll dazu:

Bananenflagge

Bananenfahne





Die Fahne soll wohl Anfang März einem Streifenpolizisten aufgefallen sein, und dann nahm das „Unglück“ seinen Lauf…

Ich habe heute abend gelacht, als ich davon gelesen habe und mir die Unterlagen zur Veröffentlichung besorgte. Danach bekam ich eine Gänsehaut, denn hier hätte ein Polizeiapparat Grundrechte außer Kraft gesetzt, um eine Beschlagnahme einer Fahne durchzusetzen. Laut dem Protokoll scheint eine wirkliche „Durchsuchung“ aber gottlob nicht stattgefunden zu haben.

Der ehemalige Fahnenbesitzer ist streitbarer Kämpfer gegen den Kammerzwang in Deutschland und hat sich in den vergangenen Monaten mit dem Präsidenten der Hildesheimer Handwerkskammer, Herrn Jürgen Herbst, befasst. Pramann stellt die Rechtmässigkeit der Präsidentschaft von Herbst in Frage.

Für den 25. März hatte der NDR einen Bericht zu Pramann und Herbst angekündigt gehabt.
Nachdem der Bericht dann für die vergangene Woche angekündigt war, aber bis heute nicht gesendet wurde, erscheint die heutige Drangsale unter einem am 29.03. ausgefertigten Durchsuchungsbeschluss in einem eigenartigen Licht….

Aber ich bin kein Verschörungstheoretiker, hoffe auf baldige Ausstrahlung des NDR-Berichtes und glaube ansonsten an allerlei Zufälle.

Zum Abschluss noch ein Pressebericht über den Tischlermeister:



Nachtrag am 14.4., 7:30 Uhr:

Pramann telefonierte mit einem Redakteur seiner Heimatzeitung.
Das sorgte in der Redaktion des „TÄGLICHEN ANZEIGER HOLZMINDEN“ für Gelächter – zunächst! Einen Tag später bekam er die Auskunft „Man werde darüber nicht berichten. Es handele sich um eine “Straftat”, so hieß es wörtlich“

Tja, die Medien im Lande…, oder: Gut dass es Blogs gibt! (bitte ausreichend weiterverbreiten/retweeten/posten…)

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Posted in: Freiheitsrechte