KNAUF-Gips stützt Iran-Regime durch Entlassungen von Demonstranten

Posted on 31 Juli , 2009

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Der im Iran produzierende deutsche Baustoffhersteller Knauf Gips hat seine iranischen Angestellten davor gewarnt, sich an Protesten der Oppositionellen gegen das Regime zu beteiligen. Andernfalls drohe der umgehende Rauswurf. Mehr dazu hier:

Unsere Wirtschaftskrise soll durch Investitionen überwunden werden. Dabei fliessen viele Mittel in die „Energetische Gebäudesanierung“. In diesem Markt tummelt sich auch die oben genannte Firma Knauf Gips. Produkte für den Innenausbau, die Fassadensanierung und Wärmedämmung-Verbundsysteme kommen aus dem Hause.

Nun beweist die Firma, dass sie gelernt hat mit den Wölfen zu heulen. Ein schwieriges Thema, denn natürlich will man überleben, natürlich will man – auch im Sinne der Beschäftigten – Aufträge und Produktionsbedingungen nicht einbüssen. Auf der anderen Seite steht unternehmerische Verantwortung aber eben auch für ein Fürsorgeprinzip und ebenfalls müssen stabile Gesesellschaftsbedingungen im Interesse moderner Unternehmen liegen.

Hier hat die Firma Knauf Gips geloost.

Interessant sind nun die Reaktionen der deutschen Politik. Wird sich die Linke offen zu diesem Verhalten des Gipsherstellers positionieren? Wird Freiherr zu Guttenberg Stellung beziehen zum Verhalten eines Deutschen Unternehmens im Theokratischen Iran? Wird die Partei des Aussenministers klare Worte finden dazu, wie die Menschenrechte durch das Deutsche Unternehmen missachtet werden? Und wie äussert sich die Freiheitsrechte postulierende Wirtschaftspartei des Guido Westerwelles? Was werden die Grünen sagen, die doch eine starke Baustoffindustrie benötigen um ihren Green New Deal zum Erfolg zu machen?

Das ganze ist nur ein Randthema im gerade aufflammenden Bundestagswahlkampf, aber aufmerksame Beobachter werden viel aus den Reaktionen der Parteien ablesen können und wollen.

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