Auerochse’s Weblog

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TU Berlin: Diskutieren verboten!

10 April , 2009 · Kommentar schreiben

Über Ostern soll(te) in den Räumen des Mathe-Gebäudes der TU Berlin ein Anarchismus-Kongress stattfinden. Die vom AStA angemeldete Veranstaltung wurde nun vom Präsidium der TU untersagt. DerAStA weist auf die zahlreichen Veranstaltungen der letzten Jahrzehnte an der TU hin, die viele Bewegungen und Organisationen auf den Weg brachten, von denen einige heute gar staatstragenden Rang haben. So gehen auf den Tunix Kongress 1979 die Gründung der Grünen Partei zurück und letztlich auch die Gründung TAZ. Im Jahre 2000 wurde hier attac-Deutschland gegründet, damit sind nur drei von vielen Veranstaltungen und Gründungen genannt. Das Landeskriminalamt bot vergangene Woche der Leitung der TU seine Unterstützung an, was der Aussage eines BZ-Artikels vom 9.4. widerspricht, in dem eine Sprecherin der TU zitiert wird: „Die Veranstaltung wurde von dem Asta ohne unsere Genehmigung geplant. Wir werden versuchen, den Kongress zu unterbinden.“. Nunja, wer als LKA Unterstützung anbietet und über wohlmöglich „verdeckte Hinweise und Quellen“ verfügt, der hat in diesem Land mehr Einfluss, als nach Freiheit, Einigkeit und Gleichheit strebende Diskutanten.

Wie lemmig sind wir eigentlich?

Kategorien: Freiheitsrechte
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Die Zocker soll´n die Krise zahlen – Protest vor der Deutschen Bank in Norden

28 März , 2009 · Kommentar schreiben

Die ostfriesische Kleinstadt Norden wurde heute von einer Protestaktion überrascht. Zwischen 10 und 12:30 Uhr demonstrierten etwa 25 Menschen von den Linken, den Grünen und der örtlichen attac-Gruppe vor der Filiale der Deutschen Bank. An drei Infotischen lag zahlreiches Infomaterial aus und viele Passanten erhielten aus den Händen der attac-Aktivisten die Sonderausgabe der ZEIT, mit der attac am vergangenen Wochenende schon bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte. Die Zocker soll´n die Zeche zahlen “Die Zocker soll´n die Zeche zahlen“ stand in breiten Lettern auf dem Transparent das die Aktivisten in Norden vor der Geschäftsstelle hochhielten. Damit beteiligte sich Ostfriesland am weltweiten Protesttag.  Zwei als Spekulanten verkleidete Männer warfen sich vor der Bank Geldsäcke zu, während andere Menschen versuchten einer der Geldsäcke Herr zu werden. Doch wie im richtigen Leben gelang dies nicht

– Die in feines Tuch gekleideten Spekulanten behielten am Ende die Kontrolle über das Bare.  Unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ rief in Deutschland ein breites Bündnis von Gewerkschaften, der Linken und zahlreichen Bewegungen zu zwei Grossdemonstrationen auf. In Berlin und Frankfurt am Main demonstrierten am 28.3. Zehntausende auf den Strassen und forderten „Wir wollen eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft und deren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen statt an Profiten. Sofortige Enteignung und Vergesellschaftung der Banken statt Verstaatlichung der Verluste!“. Die Aktion in Norden verlief friedlich und fand bei den Passanten viel Zuspruch.
Kontakt zur Norder attac-Gruppe: norden@attac.de , die Gruppe trifft sich einmal im Monat.

Kategorien: Politik allgemein
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