Beiträge vom Juli 2009
Der im Iran produzierende deutsche Baustoffhersteller Knauf Gips hat seine iranischen Angestellten davor gewarnt, sich an Protesten der Oppositionellen gegen das Regime zu beteiligen. Andernfalls drohe der umgehende Rauswurf. Mehr dazu hier:
Unsere Wirtschaftskrise soll durch Investitionen überwunden werden. Dabei fliessen viele Mittel in die „Energetische Gebäudesanierung“. In diesem Markt tummelt sich auch die oben genannte Firma Knauf Gips. Produkte für den Innenausbau, die Fassadensanierung und Wärmedämmung-Verbundsysteme kommen aus dem Hause.
Nun beweist die Firma, dass sie gelernt hat mit den Wölfen zu heulen. Ein schwieriges Thema, denn natürlich will man überleben, natürlich will man – auch im Sinne der Beschäftigten – Aufträge und Produktionsbedingungen nicht einbüssen. Auf der anderen Seite steht unternehmerische Verantwortung aber eben auch für ein Fürsorgeprinzip und ebenfalls müssen stabile Gesesellschaftsbedingungen im Interesse moderner Unternehmen liegen.
Hier hat die Firma Knauf Gips geloost.
Interessant sind nun die Reaktionen der deutschen Politik. Wird sich die Linke offen zu diesem Verhalten des Gipsherstellers positionieren? Wird Freiherr zu Guttenberg Stellung beziehen zum Verhalten eines Deutschen Unternehmens im Theokratischen Iran? Wird die Partei des Aussenministers klare Worte finden dazu, wie die Menschenrechte durch das Deutsche Unternehmen missachtet werden? Und wie äussert sich die Freiheitsrechte postulierende Wirtschaftspartei des Guido Westerwelles? Was werden die Grünen sagen, die doch eine starke Baustoffindustrie benötigen um ihren Green New Deal zum Erfolg zu machen?
Das ganze ist nur ein Randthema im gerade aufflammenden Bundestagswahlkampf, aber aufmerksame Beobachter werden viel aus den Reaktionen der Parteien ablesen können und wollen.
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Reichstag Berlin v Flickr markhillary
Für 2007 wurden die Nebeneinkünfte aller im Bundestag versammelten MdB´s mit 5,8 Mio € angegeben. Für 2007 lag der Betrag bei 6,66 Mio. So berichtet die
Financial-Times Deutschland.
Erstaunlich ist, dass die Berliner Parlamentarier während der ersten vier Monate dieses Jahres bereits 5,8 Mio € an Nebeneinkünften verbuchten. Das in einem Wahljahr lässt dem Wähler mit Stirnrunzeln am Rande des Geschehens stehen.
Es mag ja Erklärungen dafür geben – und genau diese gehören jetzt auf den Tisch – und nicht in einigen Tagen oder Wochen.
Liebe Fraktionschefs – klärt das bitte fix!.
Transparenz? – Fragt nach!
Hier die Telefonnummern der Bundestagsbüros:
Volker Kauder : 030 / 227 – 77 601
Peter Struck: 030 / 227 – 73 731
Guido Westerwelle: 030 / 227 – 71 636
Gregor Gysi: 030 / 227 – 72 700
Renate Künast: 030 / 227 – 71 913
Jörg Tauss: Einzelabgeordneter seit neuestem, – insofern wird´s keine Zahlen für die Piraten aus Jan-April geben. – Dennoch: 030 / 227 – 77 639
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Flickr-pokpok313
Ich bloge wieder mehr zu Überwachung. Mag an der Demo liegen-auf der ich Euch a l l e erwarte! – Mag´s an der aktuellen Nachrichtenlage liegen, der
Spiegel berichtet:
Besonders Wolfgang Schäuble drückt auf die Tube bei dem Projekt:
Sicherheitsbehörden sollen nach Plänen der EU-Kommission Zurgriff auf drei bisher getrennte Datenbereiche bekommen – eine riesige Zentralstelle soll ihnen bisher versperrte Informationsbereiche, zusammenfassen:
- Das „Schengener Informationssystem“ (SIS), mit dem Angaben über zur Fahndung ausgeschriebene Personen gesammelt werden
- das „Visa-Informationssystem„, welches biometrische Merkmale von Nicht-EU-Bürgern verzeichnet, die einen Visa-Antrag für eine Europareise stellten
- und „Eurodac„, das elektronisches Register für Fingerabdrücken von Asylbewerbern.
Weitere Sammelstellen sollen der Agentur später angegliedert werden.
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Kategorien: Überwachungswahn
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